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Lintorus Offline



Beiträge: 1

07.10.2008 21:40
10-Minuten-Taktik der Horde antworten

Um was geht es?
Eine Strategie bei der die Horde durch schnelles Voranschreiten einer größeren Gruppe dem üblichen Zerg vor dem Sturmlanzen-Friedhof bzw. auf der Brücke nach Dun Baldar zuvorkommt und Dun Baldar einnimmt, bevor die Verteidigung aus den an der Front gestorbenen Allianz-Kämpfern dort etabliert ist. Damit ist das Hauptproblem der Horde - die komplizierte Einnahme von Dun Baldar - überwunden und wenn die Horde-Verteidigung am Engpass vor dem Eisblutfriedhof bzw. in der Burg Frostwolf die Offensive der Allianz ausreichend ausbremsen bzw. gar aufreiben konnte, steht einem schnellen Sieg der Horde nichts im Weg (->10-Minuten-Taktik).

Was sind die Voraussetzungen?
Insbesondere ist hier eine gute Aufteilung der Horde-Spieler in Offensive und Defensive nötig. Auch müssen die Spieler gemeinsam agieren, sonst schlägt das fehl. Eine Kommunikation mit klaren Ansagen ist also unverzichtbar. Das führt dazu, dass dies in der Regel nur in Gruppen gespielt wird, die dann einen gemeinsamen Teamspeak-Server verwenden, also Stammgruppen oder häufiger auch Pseudo-Stammgruppen (Gruppen die sich über den Handelschannel im Spiel o. ä. für eine kurze Zeit zusammenfinden).

Was passiert?
Die Horde wird eine wahrnehmbare Verteidigung am Eisblutengpass positionieren - um die 10 Spieler. Ihr Ziel ist es, die ankommende Offensive der Allianz vor dem Tappen des Eisblut-Friedhofes zu bremsen bzw. aufzuhalten.

Parallel dazu wird ein Großteil der Offensive der Horde (um die 20 Spieler) an Balinda, Steinbruchfriedhof, Eisschwingenbunker vorbeireiten und sich unter der Brücke von Dun Baldar nochmals ganz kurz sammeln (die "Idiotenkurve" zur Sicherheit vermieden). Danach wird sofort am Sturmlanzen-Friedhof vorbei über die Brücke nach Dun Baldar gestürmt und insbesondere das Lazarett der Sturmlanzen getappt. Danach werden Nord- und Südbunker übernommen und ein kleiner Stoßtrupp nimmt rückwärts dann den Sturmlanzen-Friedhof ein.

Der kleinere Teil der Horden-Offensive (um die 10 Spieler) kümmert sich wie gewohnt um Balinda und übernimmt und defft anschließend den Steinbruchbunker und den Eisschwingenbunker. Das Hinterland der Allianz ist somit innerhalb kürzester Zeit in Hordehand (bereits nach ca. 5 Minuten sind alle relevanten Friedhöfe, Bunker und Balinda weg).

Die Allianz dagegen wird am Eisblutengpass zumindest erheblich aufgehalten. Damit Verstärkungen der Allianz der Horde in Dun Baldar keine Probleme bereiten können, wird man der Allianz oft den Steinbruchfriedhof und später den Schneewehenfriedhof lassen, um sie weiter zur Offensive zu motivieren. Ziel ist es nicht unbedingt, dass die Horde den Eisblutfriedhof hält - es geht nur darum die Allianz so stark auszubremsen, dass sie unmöglich eher mit dem General in Burg Frostwolf anfangen kann als die Horde mit dem General in Dun Baldar. Sollte die Hordeverteidigung am Eisblutfriedhof aufgerieben werden, wird sie sich in Burg Frostwolf der Allianz nochmals in den Weg stellen - spätestens das sollte ausreichend Zeit für die Allianz kosten.

Was sind die Risiken aus Hordesicht?
Sollte sich die Allianz nach dem ersten Widerstand am Eisblutfriedhof stärker zur Defensive entschließen, wird man zwar Dun Baldar nicht mehr verlieren (einzelne Allianzler, die sich dorthin porten, sollten kein Problem sein, auch nicht kleinere Gruppen, die es eventuell über die Brücke versuchen) aber man kann dort durchaus wie in einer Falle sitzen, wenn die Allianz den Eisschwingenbunker und den Steinbruchbunker ständig zurückholt und man andererseits auch nicht genug Kräfte hat, dem General mit zwei seiner Kampfmeister gegenüberzutreten (insbesondere muss man Dun Baldar ja weiterhin verteidigen - wenn nämlich Allianz-Spieler während des Kampfes auch noch stören und gar das Lazarett zurücktappen, wäre es das gewesen). Man wird das Spiel vermutlich nicht mehr verlieren - hat aber ein Zerg-Alterac erzeugt und statt der angesetzten 10 Minuten werden schnell 30 Minuten oder mehr.

Noch schlimmer kann es kommen, wenn es der Horde-Offensive gar nicht gelingt Dun Baldar einzunehmen, weil dieses von Anfang an verteidigt wird. Sollte die Allianz parallel gar den Eisblut-Friedhof einnehmen, werden alle Spieler am Frostwolf-Friedhof wiederbelebt - ohne jede Aussicht, dass nochmals eine Offensive zu Stande kommt. Wird so die Offensive der Horde aufgerieben, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verteidigungs-Zerg-Alterac der Horde ins Haus, bei dem zwischen Frostwolf-Friedhof und Eisblut-Friedhof nahezu mit statischer Front gespielt wird - je nach Anzahl der eingenommen Türme bzw. Bunker wird die Horde hier eventuell gar ganz verlieren.

Was kann die Allianz tun?
Die Strategie der Horde versucht die stärkste Verteidigungsstellung der Allianz - den Sturmlanzen-Friedhof bzw. die Brücke nach Dun Baldar - schnell genug auszuschalten. Durch die "Bremsklötze" in Form der Horde-Defensive wird man unmöglich schneller in Burg Frostwolf sein können, wenn man sich auf das sonst übliche Wettrennen einlässt.

Die Strategie der Allianz muss also darauf gerichtet sein, die Offensive der Horde möglichst aufzureiben und die starke Verteidigung am Sturmlanzen-Friedhof noch vor Eintreffen der Horde aktiv zu haben. Dazu ist es nötig, dass direkt vom Start weg, dort eine Verteidigung steht (ungefähr 10 Leute) - das übliche "es verteidigt, wer stirbt", wäre zu spät. Man muss dafür die Horde-Strategie aber zeitig genug durchschauen (siehe unten). Eine kleinere Verteidigung von 5 Leuten positioniert sich am Steinbruchfriedhof und sorgt dafür, dass die große Offensive der Horde dort bereits beim Vorbeireiten etwas geöffnet und verzögert wird, indem sie einzelne Hordler ausbremsen und in Kämpfe verwickeln. Danach lässt sie sich zur größeren Gruppe am Sturmlanzen-Friedhof zurückfallen und unterstützt diese. Ziel ist es, dass bestenfalls kleine Grüppchen der Horde nach Dun Baldar eindringen können, die man dann in den 4 Minuten, die das Lazarett bzw. die Bunker dort ticken würden, dann entsprechend abarbeitet. Ebenfalls sollte der Sturmlanzen-Friedhof in Allianzhand bleiben, um sich beim Verteidigen dort wiederbeleben zu können.

Die Offensive der Allianz (die verbleibenden ca. 25 Spieler) hat dagegen die Aufgabe, mindestens den Eisblut-Friedhof einzunehmen und zu sichern. Da die Horde im Gegensatz zum "üblichen Verhalten" am Engpass vor dem Friedhof eine wahrnehmbare Verteidigung positioniert hat, wird das schwerer als gewohnt werden. Deshalb ist es absolut wichtig, dass die Offensive sich nicht auf Friedhof, Eisblut-Turm und Garnision aufspaltet sondern gemeinsam bis zur Friedhofsflagge durchreitet, dort den Kampf sucht und den Friedhof so im Kampfgetümmel übernimmt. Danach sollten mindestens 5-10 Leute zur Verteidigung an der Flagge bleiben (der Respawn der Horde wird vom Frostwolf-Friedhof relativ stark sein, wenn die Verteidigung der Allianz hinten einen guten Job macht) und kleinere Gruppen der Allianz erst jetzt den Eisblutturm und die Garnision versuchen. Falls ausreichend Kräfte vorhanden sind, können insbesondere Stealth-Klassen versuchen bis zur Heilerhütte der Frostwölfe durchzuschleichen und dort den Friedhof zu übernehmen und zu halten (sie sollten schnellstmöglich mit den danach aus der Garnision freiwerdenden Leuten unterstützt werden, falls diese nicht am Eisblutfriedhof nötig sind).

Sollte die Verteidigung erfolgreich Dun Baldar gehalten haben, kann sie sich zur Front am Eisblut-Friedhof aufmachen und auf dem Weg ggf. noch Eisschwingenbunker und Steinbruchbunker zurückholen, falls dies möglich ist. Nur eine kleine Gruppe von 3-5 Leuten bleibt im Hinterland der Allianz zurück und putzt ggf. kleinere Gruppen (insbesondere Schurken / Druiden) der Horde aus, die am Eisblut-Friedhof durchgekommen sind. Es wird ab nun also "Scorched Earth" der Allianz ab Eisblut-Friedhof gespielt.

Es bestehen übrigens gute Chancen, dass die Horde nach Aufreiben ihrer Offensive und Verlust des Eisblut-Friedhofes komplett aufgibt. Oftmals wird auf Hordeseite die Strategie zum schnellen Farmen von Ehre bzw. Marken gespielt - geht sie schief, verliert man lieber schnell als langsam in einem langen Zerg (selbst wenn die minimale Chance bestünde, auf Grund der Verstärkungspunkte doch noch zu gewinnen).

Wie bemerkt die Allianz eine solche Strategie rechtzeitig?
Wenn eventuelle Nachzügler der Allianz das Vorbeireiten vieler Horde-Spieler am Eisschwingenbunker feststellen, ist es in der Regel bereits zu spät - in dem Moment wird es kaum noch gelingen, eine ausreichende Verteidigung aufzustellen. Da die Strategie zum jetzigen Zeitpunkt aber nur in (Pseudo-)Stammgruppen der Horde angewendet wird, besteht bereits beim Start des Schlachtfeldes eine gute Chance diese Strategie zu bemerken. Wenn in der Punkte-Übersicht mehr als die Hälfte der Horde-Spieler von einem Realm kommen (es werden selten alle Spieler sein, insoweit sollte man sich da nicht täuschen lassen), sollte man sich auf diese Strategie einstellen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

Es besteht insbesondere gegen Pseudo-Stammgruppen kein Grund zur Resignation - das sind ebenfalls nur zusammengewürfelte Spieler, die lediglich vorher die Gruppenzusammenstellung etwas optimieren konnten (wobei selten alle Spieler dann auch wirklich in das gleiche Schlachtfeld kommen) und vor allem per Sprachchat miteinander verbunden sind.

Selbst wenn die Horde dann doch nicht diese Strategie spielt - durch die starke Fokussierung auf den Eisblut-Friedhof und das Vorhandensein einer erheblichen Verteidigung auf Allianzseite hat man auch sonst sehr gute Karten. Wichtig ist nur, dass die Verteidiger dann ggf. schneller zur Offensive vorstoßen wenn sie nicht in dieser konzentrierten Form gebraucht werden. Einzig falls die Horde "Scorched Earth" spielen würde, indem sie eine sehr starke Verteidigung am Engpass vor dem Eisblut-Friedhof positioniert, könnte es sein, dass die Offensive der Allianz zu schwach ausfällt und eine zweite Offensive in Random-Schlachtgruppen kaum nochmal gebündelt vorgetragen werden kann. Da in Europa im Moment "Scorched Earth" aber kaum verbreitet ist, ist das Risiko nicht allzugroß, so dass man durch oben genannte Kontermaßnahmen kaum nennenswert Nachteile haben wird, falls man sich bezüglich der Hordestrategie verspekuliert hat.

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